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ALıSRESTAURANTAli’s.Restaurant · Preetz

Warum ist der Döner teurer geworden — und sind die Läden schuld?

6 Minuten LesezeitAli's Restaurant

Döner im hausgemachten Fladenbrot mit Salat, Tomate und Sauce (Serviervorschlag)

Produktbild: Serviervorschlag.

Es ist die Frage, die uns am häufigsten gestellt wird — meistens freundlich, manchmal genervt: Warum kostet ein Döner heute so viel mehr als früher? Die kurze Antwort: Weil fast alles teurer geworden ist, was in einem Döner steckt oder ihn möglich macht. Die lange Antwort steht hier, mit Zahlen statt Bauchgefühl.

Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick

  • Lebensmittel im Einkauf: +27,1 % (Juli 2025 gegenüber Januar 2022)
  • Energie: +27,6 % im selben Zeitraum
  • Alkoholfreie Getränke: +33,7 %
  • Arbeitskosten im Gastgewerbe: +34,4 % (4. Quartal 2024 gegenüber Januar 2022)
  • Gesetzlicher Mindestlohn: 13,90 € pro Stunde seit 1. Januar 2026

Quelle: DEHOGA auf Basis von Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Alle Quellen stehen unten verlinkt.

Was ein Döner heute kostet

Der Döneratlas sammelt gemeldete Preise aus ganz Deutschland. Der bundesweite Durchschnitt lag zuletzt bei rund 7,55 € — mit enormen Unterschieden je nach Stadt: In manchen Regionen bekommt man einen Döner noch für unter 6 €, in Hamburg oder München liegt der Median deutlich über 8 €.

Unser Döner (Nr. 01) kostet 8,00 €. Das ist etwas über dem bundesweiten Schnitt, und wir finden, das gehört genauso ehrlich gesagt wie der Rest: Bei uns kommt der Döner ins hausgemachte Fladenbrot. Der Teig wird frisch zubereitet, geformt und gebacken — das ist Arbeitszeit, die ein zugekauftes Brot aus dem Karton nicht kostet. Wer das Brot einzeln probieren will: Nr. 31, 2,00 €.

Was seit 2022 wirklich passiert ist

Ein Döner besteht nicht nur aus Fleisch und Brot. Er besteht aus einer ganzen Kette, und in dieser Kette ist seit 2022 praktisch jedes Glied teurer geworden:

  • Der Einkauf. Lebensmittel kosten Gastronomiebetriebe gut ein Viertel mehr als Anfang 2022. Das betrifft Fleisch genauso wie Mehl, Gemüse, Käse und Öl.
  • Die Energie. Ein Dönerspieß, ein Backofen und eine Fritteuse laufen jeden Tag mehrere Stunden. Energie ist rund 28 % teurer als vor der Krise — und anders als zu Hause kann man den Ofen im Laden nicht einfach auslassen.
  • Die Arbeit. Der größte Brocken. Die Arbeitskosten im Gastgewerbe liegen gut ein Drittel über dem Niveau von Anfang 2022, der Mindestlohn ist zum Januar 2026 auf 13,90 € gestiegen. Das ist für die Beschäftigten richtig und wichtig — es muss aber irgendwo herkommen.
  • Der Rest. Verpackung, Reinigung, Versicherung, Miete, Reparaturen. Nichts davon steht auf der Karte, alles davon steckt im Preis.

Warum sich das wie „dreimal so teuer“ anfühlt

Wer den Döner für 3,50 € im Kopf hat, erinnert sich meistens an die 2000er oder frühen 2010er. Zwischen damals und heute liegen nicht ein paar Krisenjahre, sondern zwei Jahrzehnte Inflation, mehrere Mindestlohn-Stufen und eine Energiekrise. Gefühlt hat sich der Preis verdreifacht — und rechnerisch liegt dieses Gefühl über einen so langen Zeitraum gar nicht so weit daneben.

Der Unterschied ist: Es ist nicht in einem Sprung passiert und es ist nicht in einem Laden passiert. Es ist eine lange Kette kleiner Erhöhungen — beim Bäcker, beim Metzger, beim Stromanbieter, beim Vermieter. Am Ende steht sie auf einer einzigen Karte, und die hängt über der Theke.

Sind Dönerläden also gierig?

Wenn Gastronomen mit den Kosten Kasse machen würden, müssten die Zahlen der Branche gut aussehen. Sie tun es nicht. Im ersten Halbjahr 2025 lag der reale Umsatz im deutschen Gastgewerbe 15,1 % unter dem Niveau von 2019. Restaurants, Cafés und Imbisse verkaufen also inflationsbereinigt deutlich weniger als vor der Pandemie — bei gleichzeitig deutlich höheren Kosten.

Das heißt nicht, dass jeder Preis überall gerechtfertigt ist. Es heißt: Der typische Dönerladen erhöht Preise nicht, weil es gerade geht, sondern weil er sonst zumacht. Der beste Schutz für Gäste ist deshalb nicht Misstrauen, sondern Transparenz — Preise, die man vorher sieht, und Läden, die erklären, was sie tun.

Was das für unsere Karte bedeutet

Wir machen es deshalb so: Alle Preise stehen online in der kompletten Speisekarte — nicht als PDF von vorgestern, sondern als Text, den man vor dem Losgehen lesen kann. Dazu gibt es feste Angebote, die planbar sind:

  • Tagesangebote von Montag bis Samstag ab 6,00 € — zum Beispiel montags Currywurst-Pommes für 6,00 € oder donnerstags die Döner-Box für 6,00 €.
  • Kinderportionen: Kinder Döner 7,00 €, Kinder Dürüm 8,00 €, Kinder-Dönerteller 12,00 €.
  • Kleine Sachen für den kleinen Hunger: Sigara Börek 1,00 €, Pommes klein 3,50 €, Fladenbrot 2,00 €.

Kurz zusammengefasst

  • Ein Döner kostet in Deutschland im Schnitt rund 7,55 €; bei uns kostet er 8,00 € im hausgemachten Fladenbrot.
  • Seit Anfang 2022 sind Lebensmittel um gut 27 %, Energie um knapp 28 % und die Arbeitskosten im Gastgewerbe um über 34 % gestiegen.
  • Der Mindestlohn liegt seit Januar 2026 bei 13,90 € pro Stunde.
  • Gleichzeitig lag der reale Umsatz im Gastgewerbe im ersten Halbjahr 2025 gut 15 % unter 2019 — die Branche verdient also nicht mehr, sondern weniger.
  • Wer günstig essen will, fährt mit Tagesangeboten am besten: bei uns ab 6,00 €.

Wenn ihr zu einem Preis auf unserer Karte eine Frage habt, fragt uns einfach — am Tresen oder unter 04342 78 79 71. Wir erklären das lieber, als dass jemand mit einem schlechten Gefühl geht.

Quellen

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Täglich 11–22 Uhr, Lange Brückstraße 9 in Preetz.

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